• J. Harald Wäber

Nöii Serie: Vo Gigele bis Gugle

Bernerinnen und Berner sind durchwegs langsam und nicht besonders schlagfertig? Im Buch "Vo gigele bis gugle" wird das Gegenteil bewiesen. 500 + 1 bernische Anekdoten, von J.Harald Wäber in jahrelanger Arbeit zusammengetragen. Wir publizieren einige davon.



Vo guete Sprüch


Nid jedi geischtrychi Sentänz bringt’s zum allgemein bekannte Sprichwort.

Trotzdäm het me sech im letschte Jahrhundert wenigschtens im chlyne Kreis drüber chönne freue, dass der Medizinprofässer Fritz de Quervain (*1868) der Meinung gsy isch: «Ds Läben isch müehsam und zytroubend» und dass der Leiter vo der Burgerbibliothegg Bärn, der Chrischtoph vo Steiger (*1925), öppe gsüüfzget het: «D Lüt sy verschiden anders.»

Wen öpper em Inschtruktionsoffizier und Induschtrielle Eduard Arthur Niklous vo Goumoëns (*1874) gägen Aabe gseit het: «Wen i Café trinke, chan i nid schlafe», de het er albe gantwortet: «Bi mir isch’s grad ds Gunteräri: Wen i schlafe, chan i nid Café trinke!»

Win is d Bankmitarbeiteren und Outorin Senta Simon (*1915) brichtet, het’s z Langethal en alte Geissepuur gä, wo ne chlyne Philosoph gsy isch.

Er het nämlech albe gseit: «Di Dümmschte sy die, wo meine, di andere syge dümmer als si.»

Sym Grosschind het er mit ufe Wäg gä: «Dänk dra, Du chunnsch besser dür d Wält, we De dümmer usgsehsch als De bisch!»

D Frou Valentine Chevalier (*1896), wo Erziehere gsy isch, het albe gseit: «Quand on est mort, on l’est pour longtemps, quand on est bête, on l’est pour toujours.»

Wo me’s am ene Stammtisch einisch im Gspräch vo Gspassvögel gha het, het se der Lehrer und Mundartoutor Karl Uetz (*1902) mit de Wort verteidiget: «Wär öppe ds Chalbli mache cha, bruucht destwäge no kes Chalb z sy.»

Z Bärn het zerscht am Zibelegässli und de am Chornhuusplatz bis 1994 währed emene guete Jahrhundert d Metzgerei Richard bestande.

Vom Max Richard (*1902), em Verträtter vo der dritte Bsitzergeneration, erzelle d Nachkomme, wen er mit syr Familien am Mittagstisch gsässe syg, heig er mängisch gseit: «Ässet Fleisch, Chinder, ds Brot müesse mer choufe!»

D Frou Gwendolen Neeser (*1912) isch Änglischlehrere gsy und het vo sech bhouptet, si sygi «Bernard Shaws last love» gsy. Si het albe gseit: «Victorian ladies had no legs, nowadays ladies have only legs!»

D Studäntegruppen um e später Diplomat Hans Stäffe (Steffen) (*1913) het nach der Devise gläbt: «Das Bier, wo nid trunke wird, het sy Bruef verfählt.»



156 Seiten, 16,4 x 23,5 cm, gebunden, Hardcover. Mit 20 Illustrationen von Rahel Winiger.

Inklusive Hörbuch-CD Erschienen und bestellbar im Werd & Weber Verlag, ISBN 978-3-03818-093-7


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