• Michèle Freiburghaus

Berner Kunsthandwerk: Regula Berger-Haupt

In der Stadt Bern beteiligen sich mehr als 40 Kunsthandwerker*innen an der internationalen Veranstaltung «Europäische Tage des Kunsthandwerks» und gewähren vom 3. bis am 5. April Einblick in ihr handwerkliches Können. Zur Zeit findet in den Loeb-Vitrinen eine Vorschau auf den Anlass statt. Der BÄRN!BLOG stellt im Vorfeld in loser Folge einzelne Kreativschaffende vor.

Heute Regula Berger-Haupt, Seidenflechterin

Regula Berger-Haupt ist die erste europäische Lehrerin der Hakuhô Koshiki Kumihimodô (Kumihimo-Schule) und unterrichtet an der Berufsfachschule in Basel sowie an der Schule für Gestaltung in Bern. Kumihimo (japanisches Gürtelflechten) gilt in Japan als traditionelles Kunsthandwerk. Kumihimo fördert die Freude am Flechten mit schönen Seidenfarben und beglückt beim aufbauenden, spielerischen Erlernen neuer Muster, die darauf selbständig erarbeitet werden können.

Das Flechten eines Bandes oder einer Kordel ist nicht bloss Fertigung eines Kunstwerkes, sondern dient der Formung des ganzen Menschen.

Kniend vor dem Flechtgerät, kreuzt man die Fäden und bewegt den Körper dabei rhythmisch. Einerseits tief konzentriert, andererseits mit kreativem Schaffensdrang fördert Kumihimo durch die Freude am eigenen Flechten den Sinn für Rhythmik und Harmonie. Die intensive Beschäftigung mit Kumihimo bringt immer wieder erstaunliche Einblicke in die Flechtkunst, schärft das Verständnis für komplizierte Flechtabläufe und bringt durch die meditative Arbeit innere Ruhe.

Verwandte Beiträge