Bäre-Mani auf Weltreise Teil 6

Etappe 11: Suva - Lautoka (Fidschi) - Bay of Island - Auckland (Neuseeland)

 

"Kindheit bedeutet Einfachheit. Betrachte die Welt mit den Augen des Kindes - sie ist wunderschön.“

 

SUVA (Fitschi Island): Die pulsierende Hauptstadt auf Fitschis grösster Insel Viti Levu überraschte uns schon frühmorgens mit seinem farbigen Hafenmarkt und begrüsste uns noch schlafende Mützen mit einem herzlichen Bula Bula (Willkommen). Der Mix aus sehr gemütlichen Fidschianern und Geschäftstüchtigen Indern ist sehr auffällig. Auf dem Markt und in der Stadt trifft man die Insulaner am Boden sitzend oder beim Klang einheimischer Musik. Die Inder hingegen haben den quirligen Geschäftssinn in ihren Shops. Das Busterminal im Hafengelände verwandelt sich am Feierabend um 17:00 Uhr zu einem farbigen Bus und Menschen Gemälde. Nur noch ein junger Mann ist mit der Arbeit noch nicht zu Ende. Er staffelt seit Stunden die grossen, schweren und tiefgefroren Tunfische eines chinesischen Fischtankers in die grossen Schiffs-Container zum Weiterverkauf.

 

 

LAUTOKA (Fitschi Island): Im Hafengelände angekommen wussten wir bereits, dass wir unbedingt einen Tag auf einer schönen Insel verbringen wollten. Da die Bootsplätze beschränkt waren, wurden wir Frühaufsteher belohnt. Auf der bekannten Beachcomber Island, konnten wir die letzten Plätze ergattern. Nach einer 40-minütigen rassigen Bootsfahrt erreichten wir die Insel mit einem wunderschönen Strand und glasklarem Wasser. In dieser atemberaubenden Atmosphäre liessen wir uns zum Schnorcheln überreden und waren sofort begeistert von diesem grossartigen Unterwasser-Aquarium. Beim Schnorcheln und Chillen vergisst man schnell mal seine spielenden Kinder. "Mani" fanden wir dann ganz gemütlich plantschend bei diesen hübschen kleinen Schildkröten. Diese Bekanntschaft ging "Mani" "äuä" sehr ans Herz, da er ahnte , dass diese kleinen Babys schon bald auf der Speisekarte stehen würden. Auf dem Heimweg zu unserem Schiff schwelgten wir alle in Erinnerungen an das schöne Fidschi und freuten uns auf die kommenden zwei Seetage.

 

BAY OF ISLAND (Neuseeland): Māoris (Ureinwohner) begleiteten uns auf dem Schiff seit Fidschi mit ihren Tänzen und Bräuchen.  Definitiv ein eindrucksvoller Vorgeschmack auf Neuseeland. Frühmorgens standen wir auf unserem Balkon und bewunderten die ruhige See und die vielen kleinen grünen Vulkaninseln, welche mystisch im Sonnenschein strahlten. Der Küstenabschnitt im Norden der Insel ist eines der beliebtesten Ferienorte der Neuseeländer. Das schöne Hafenstädtchen Paihia war sehr stark auf Tourismus ausgerichtet. So entschieden wir uns, mit einer Fähre das Städtchen Russel auf der gegenüber liegenden Insel zu besuchen. Dieses hübsche Städtchen mit ca. 820 Einwohner war sogar von 1840 für ein Jahr die Hauptstadt von Neuseeland. Handel und Walfänger, ja sogar Australische Sträflinge prägten im 19. Jahrhundert den Hafen. Heute geniesst man hier schmucke Hotels und Restaurants, sowie die vom Krieg verschonte, schöne Christ Church, das älteste Gotteshaus in Neuseeland.

 

AUCKLAND: Die erfüllende Entdeckung auf unserer World Cruise! Trotz dem pulsierendem Leben in der Innenstadt strahlte Auckland eine ungewöhnliche Ruhe aus, die uns sehr beeindruckte. Auckland geniesst seit Jahren einen hohen Lebensstandard. Wunderschöne Strände, grosszügige Parks und Wanderwege und ein dutzend zauberhafte Inseln umranden diese Stadt. Jeder dritte Einwohner besitzt ein Motor- oder Segelboot. Nach der wunderschönen Hafeneinfahrt begaben wir uns sofort in die City, besser gesagt in die Queen Street, die Shoppingmeile von Auckland. Ganz besonders aufgefallen ist uns die Zuvorkommenheit und Freundlichkeit der Einheimischen. Ein Muss ist natürlich der Besuch des 328 Meter hohen Sky Towers. Schämpu und der übermütige „Mani“ stiegen nachts auf den Tower und posierten ganz frech und mutig auf der Glasplattform. Auckland lag ihnen zu Füssen.

 

2. Tag: Um die Innenstadt und die Umgebung besser kennenzulernen,  haben wir  uns für die von der MSC organisierte Stadtrundfahrt angemeldet. Da war die tolle Architektur, das sehenswerte Museum auf dem ältesten Park auf einem inaktiven Vulkan, die vielen Yachthafen entlang der Küste und der bekannte Ferienort „Mission Bay“. Nach der Rundfahrt spazierten wir dem schönen Hafen entlang und hatten das Glück, ein Segelboot des „American Cups“ zu bestaunen. Freunde von uns hatten sogar das Vergnügen, einen 3-stündigen Segeltörn mit der Neuseeländischen Explore Group Yacht zu unternehmen. Natürlich ist Segel Erfahrung Pflicht bei diesem Erlebnis. Für uns war nach den anstrengenden Stunden ein Bierchen in einem der unzähligen Pubs angesagt. "Mani" hatte wieder eine gute Schnauze. Er gönnte sich einem Manukau-Met (Honigwein) und konnte seinen Kulleraugen "äuä" nicht trauen, als er ein Stück Heimat aus Bern auf einem Löffeli fand! Mit vielen schönen Erinnerungen schlenderten wir zurück auf unser Schiff und versprachen uns, Neuseeland auf unserer „To do Liste“ zu markieren. 

 

Etappe 12: Sidney - Melbourne - Perth - Fremantle (Australien)

 

"Abschiede sind nicht für immer, Abschiede sind auch nicht das Ende. Es bedeutet nur -Wir vermissen Dich, bis wir uns wieder sehen"s um 03.00 Uhr mehr Wasser als Gin servierte.

 SYDNEY: Welcome in Australia! Grandios zeigte sich die Hafeneinfahrt mit dem Opernhaus und die Harbour Bridge aus Sicht unserer Balkonkabine. Die multikulturelle Metropole gehört dank des wirtschaftlichen, politischen und kulturellen Einflusses zu den bedeutendsten Weltstädten. Angesagt war eine Busfahrt durch die Innenstadt und die nähere Umgebung. Der leider zu kurze Besuch des berühmten Bondi Beach, versprach uns ein Vorgeschmack der herrlichen Strände auf unsere Weiterreise. Nach der Rückkehr am Hafen genossen wir eine sehr interessante  Führung durch das allseits bekannte Opernhaus. Abends schlenderten wir durch die Strassen und fanden besonderen Gefallen an der schönen Altstadt „Rocks“. Wir waren ziemlich erstaunt, dass  die Bars und Restaurants um 22.00 Uhr schliessen. Nach Angaben der Einheimischen soll diese Massnahme den Alkoholkonsum bremsen. Da auch in der Nachtmeile „Kings Cross“ die Lokale um 23.30 Uhr schliessen, fanden wir Bar-Spürnasen trotzdem in einer Nebenstrasse ein Kellerlokal namens „Palmer & Co“, welches bis 03.00 Uhr gute Musik, jedoch mehr Wasser als Gin servierte.

2. Tag: „Mani“ haben wir zu einheimischen Gschpänli in einen Tageshort abgegeben, so dass wir in Ruhe Sydney erkunden konnten. Ziemlich ermüdet vom Vorabend schlenderten wir durch die Fussgängerzonen mit den unzähligen Geschäften. Um unsere durchschnittliche Schrittquote von über 10‘000 Schritt zu erreichen, besuchten wir auch  den wunderschönen direkt am Wasser gelegenen Stadtteil „Darling Harbour“. Zurück in der Altstadt „Rocks“ konnten wir es uns nicht verkneifen, in einem Biergarten Sauerkraut zu bestellen. Die Australier haben es uns Europäer nach 3-monatiger Reise mit einem Schmunzeln verziehen.

 

MELBOURNE: Wir erreichten den Hafen von Melbourne bei wunderschönem Wetter. Für die nächsten Tage wurde eine stürmische See, „Zyklon Trevor“ mit 5-10m hohen Wellen, angekündigt und unser Schiff musste noch am selben Abend die Weiterreise früher als geplant antreten. Wir haben uns kurzfristig entschieden, ein Hotel für zwei Nächte zu buchen und dann weiter nach Perth zu fliegen. Wie sich herausstellen sollte, war dies die allerbeste Entscheidung. Das brandneue Hotel IBIS mitten im Zentrum war unser Zuhause und ideal gelegen, diese lebhafte Stadt zu erkunden. Das riesige Marktgelände, die grossartige Shoppingstreet und vor allem die Herzlichkeit Einheimischen begeisterte uns. Melbourne hat eine ausgeprägte Musikszene mit vielen Livekonzerten und die Einwohner von Australiens Sporthauptstadt begeistern sich für Football, Cricket und Tennis. Zudem ist Melbourn Austragungsort des Tennis Grand-Slam, dem Formel 1 GP und des Reitsportereignisses „Melbourne Cup“. Mit einem Nachtessen in Chinatown und einem anschliessenden Schlummerbecher liessen wir den ersten Tag ausklingen.

 

2. Tag: Wir setzten uns zum Ziel, die pulsierende Innenstadt zu erkunden. Für uns ungewohnt, dass man in der Innenstadt mit den Trams gratis fahren kann. Zu Fuss klapperten wir alle Shoppingstrassen ab und das Tram führte uns zum pompösen Yachthafen, zum Olympia Park und zur „Rod Laver Arena“, wo Roger Federer seine Spuren hinterlassen hat. Ein Spaziergang führte uns dem Yarra River entlang und bald waren wir mitten in einem Street Food- und Musik-Festival. Es war Samstag und sehr viel Betrieb. Neben den zahlreichen Restaurants und Bars wurden originelle Stände aufgestellt, welche allerlei Speisen anboten. Musikklänge und tanzende Menschen, wo man hinschaute. In einer In-Bar am River mit Livemusik ging für uns wieder ein unvergesslicher Tag zu Ende. Wir können gut verstehen, dass Melbourne in den letzten Jahren zur lebenswertesten Stadt der Welt gekürt wurde. Auf einer Brücke über dem Yarra River genossen wir die Romantik und sagten zu uns; Melbourne – wir kommen wieder. Nun blieben noch ein paar Stunden Schlaf und dann war unser Flug nach Perth angesagt.

 

PERTH: Nach einem angenehmen Flug landeten wir um 09.30 Uhr in der Hauptstadt von Western Australia. Im Stadtzentrum hatten wir für drei Nächte das gemütliche Hotel „Peppers reserviert. Ein Airport-Bus führte uns zum Hotel, wo wir von freundlichem Personal empfangen wurden. Wir befolgten danach sofort den Spruch; am Sonntag soll man ruhn und eine Weile gar nichts tun. Am Nachmittag erkundeten wir die Innenstadt mit seinen Fussgängerzonen und den neuen Yachthafen „Elizabeth Quai“. Hier wird in den nächsten Jahren mit neuen Hotelkomplexen und Appartementanlagen eine grosse Sache entstehen. Beim Bells Tower warteten wir gespannt auf die Trafalgar Glockenschläge. Nach einem gemütlichen Abend bei einem Italiener und einem Schlummer-Becher in einer Irischen Bar, legten wir uns mal ausnahmsweise früh zu Bett.

 

2. Tag: Damit wir die Umgebung von Perth besuchen konnten, mieteten wir ein Auto, einen schicken linksführenden Japaner. Das links fahren war kein Problem und das öfters beim abbiegen die Scheibenwischer losgingen, stresste uns nach einer Weile auch nicht mehr. In Australien kein Känguruh und kein Quala-Bärchen sehen geht gar nicht. Aus diesem Grund war unser erstes Ziel der Caversham Wildlife Park, der sich mit seinen zwei Hektaren Natur und seinen wild lebenden Tieren zeigte. Wir strahlten wie Kinder, als wir ein Känguru streicheln durften und beim Anblick der Qualabären wurde das Wort jööööh x-mal wiederholt. Auch „Mani“ hatte Freude, als das Känguruh „Kosmos“ zu ihm kam. Es wollte von „Mani“ wissen, ob er auch kleine Bäremanis in seinem „äuä“-Beutel trage. Nach diesem Erlebnis fuhren wir weiter an die NorthCoast. Kilometerlangen herrliche Naturstrände, ideal für Kite-Surfer und trendige Ferienorte. Man muss es einfach gesehen haben.

 

FREMANTLE:  Die benachbarte Hafenstadt von Perth hat nur 30‘000 Einwohner. Wir fuhren mit unserem Auto zum Hafen, um nach der Ankunft unseres Schiffes Freunde abzuholen. Geplant hatten wir, Ihnen die andere Seite von Perth zu zeigen. Eine gemütliche Fahrt auf der schönen Küstenstrasse führte uns nachRockingham. Noch immer überraschte und ab und zu der Scheibenwischer beim Blinken. Mit einigen Stops genossen wir die herrlichen Naturstrände und die mondänen aufstrebenden Ferienorte. Auf einen vorgesehenen Besuch der Pinguin Insel musste wir leider verzichten, da die letzte Fähre vor unseren Nasen abgefahren war. Als Trost entdeckten wir auf der Rückfahrt schwarze Schwäne und vorbeischwimmende Delphine. Nach der Rückkehr in Fremantle genossen wir in einem Restaurant am Yachthafen ein Nachtessen mitsamt einem herrlichen Sonnenuntergang. Romantik pur! Ein kurzer Bummel durch die Innenstadt beendete danach unsere Australienzeit und wir freuten uns auf die kommenden 5 Seetage bis Singapur.

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