Nöis usem Tierpark

 

«Kapidolo», auf madegassisch: Wächter der Toten

Die madagassische Flachrückenschildkröte gehört wohl zu den seltensten Schildkrötenarten der Welt. Das und die Tatsache, dass sie aus Madagaskar stammt und auch nur dort vorkommt, bewog uns, sie zusammen mit den Pantherchamäleon in deren neuem grösseren Terrarium zu halten.Der Name «Kapidolo - Wächter der Toten» kommt nicht daher, dass diese Schildkröten eine Affinität zu den Toten haben. Aber in der Region Menabe werden Tote in den Wäldern begraben, wodurch Flachrückenschildkröten immer wieder mal in der Nähe der Gräber gesichtet wurden. Alle 4 Individuen, 2 Männchen und 2 Weibchen haben sich gut im Dählhölzli eingelebt, soweit man das nach etwas mehr als 4 Monaten sagen kann. Denn die Einlebephase bei diesen Schildkröten dauert oft 2 - 3 Jahre.

Die in ihrem Verbreitungsgebiet vorkommenden Temperatur- und Klimaschwankungen sind für die Biologie und Fortpflanzung der Flackrückenschildkröte sehr bedeutsam. Um diese möglichst natürlich simluieren zu können, werden wir zukünftig jeweils ein Paar hinter den Kulissen die Trockenzeit mit kühlen Temperaturen erleben lassen, während das andere Paar im Chamäleonterrarium zu sehen sein wird.

 

Schnauzbärtiger Affennachwuchs

Die kaiserliche Dynastie im Dählhölzli wächst weiter. Bereits zum vierten Mal freuen wir uns über Nachwuchs bei den Kaiserschnurrbarttamarinen. Die Zwillinge erblickten am 10. Februar das Licht der Welt. Nach Klammeraffenart kümmert sich vor allem der Vater um die Jungtiere. Mit einem Gewicht von zirka 40 Gramm und einer Grösse von rund 5 cm (ohne Schwanz) ist der Affennachwuchs von Geburt an kräftig genug, um sich beim Vater gut festzuklam-mern. Die lebhaften Sprünge von Ast zu Ast machen dies nötig. Nur zum Säugen bringt der Vater die Kleinen der Mutter, danach nimmt er sie wieder huckepack. Die «Royal Family» im Dählhölzli zählt inzwischen acht Individuen. In ihrem neuen Heim, der Urwaldvoliere, lässt sich ihr ausgeprägtes Sozialverhalten besonders gut beobachten. Beispielsweise das gegenseitige „Groomen“ (Fellpflege) oder auch die Rollenaufteilung der Jungtiere als Kundschafter, wenn jemand Fremder in die Nähe kommt. Und bald werden die Jüngsten ihre ersten Ausflüge allein durch den Urwald unternehmen, sehr zur Freude ihrer lebhaften Geschwister und unserer Gäste.Ihr Name war ursprünglich als Scherz gemeint, da ihr Schnurrbart an den Bart des deutschen Kaiser Wilhelm II. erinnert. Schließlich setzte sich der Name aber sowohl im deutschen, als auch im wissenschaftlichen Artnamen („imperator“) durch. Der imposante Bart ziert nicht nur die erwachsenen Männchen sondern auch die Weibchen. Selbst bei dem kleinen Affennachwuchs erkennt man bereits den charakteristischen Bartansatz.

 

Events im Tierpark

7. März     Von lebenden Tieren zu Paul Klees Bestiarium

10. März   Schweizer Grosselterntag

20. März« Tischlein deck dich» beim Eisfuchs

30. März   Durch den Dschungel von Bern

 

www.tierpark-bern.ch

 

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