100 Jahre Bern-Bümpliz Teil 2

Telefone, Schokolade und Sauerkraut – Produkte aus Bümpliz

 

 

Die in Bümpliz angesiedelte Firma Hasler war lange Zeit die grösste industrielle Arbeitgeberin der Stadt Bern. Heute wird vor allem Schokolade aus Bümpliz weltweit exportiert.

 

Wenn die englische Königin Elisabeth II. zu Tee und Gebäck einlädt, so ist nicht auszuschliessen, dass der Hoflieferant Harrods in London Dragées der in Bümpliz beheimateten Gysi AG Chocola-tier Suisse serviert. Auch die weltbekannte dreieckige «Matterhornschoggi» dürfte der Queen bestens bekannt sein. Denn bereits 1923 stellte der Schokoladenfabrikant Theodor Tobler voller Stolz fest: «Es würde wohl schon eines neuen Kolumbus bedürfen, um einen Platz in der Welt zu

finden, wo Toblerone nicht konsumiert wird». Heute verlassen jedes Jahr 200 Millionen Stück Toblerone die Fabrikationshallen in Brünnen und versüssen das Leben unzähliger Menschen in über hundert verschiedenen Ländern.

 

Im Brennpunkt unternehmerischer Innovationen

 

Die Stadt Bern erlebte zwischen 1890 und dem Ausbruch des Ersten Weltkriegs 1914 ein rasantes wirtschaftliches Wachstum. Auch Bümpliz profitierte vom Aufstieg seines Nachbarn zum Gewerbe- und Industriestandort. Neben günstigem Bauland boten vor allem die gute Anbindung ans Eisenbahn- und Strassennetz für einheimische wie auch fremde Unternehmer ideale Bedingungen, um bestehende Werkstätten zu vergrössern, neue Fabrikations- und Lagergebäude zu errichten und schliesslich ihre Produkte national oder sogar international zu vermarkten. 

 

Das ehemalige Pfarr- und Bauerndorf Bümpliz entwickelte sich zu einem gefragten Standort für die Ansiedlung innovativer Gewerbe- und Industriebetriebe. 

 

1896 richtete Christian Gfeller eine mechanische Werkstätte ein, die zur Keimzelle eines national bekannten Fernmeldetechnik-Konzerns wurde. 1898 bezog die Eduard Fazan AG ihren Neubau für die Sauerkrautfabrikation in Bümpliz-Süd, während Albert Benteli seine 1899 gegründete Buch-druckerei drei Jahre später zum Verlag erweiterte und mit der Verlegung der Produktion auf das Schlossareal 1905 zur modernsten und leistungsfähigsten Druckerei Europas aufstieg.

1907 entstand ausserdem die Messerli Kieswerk AG, deren Firmengelände um 1950 als Teil der Autorennstrecke des Grand Prix Bern weltbekannt wurde. Firmenleiter Fritz Messerli war selbst ein erfolgreicher Motorradfahrer und holte mehrmals den Titel eines Schweizermeisters nach Bümpliz.

 

Dank Technologie der Gfeller AG konnten die Fussballfans 1954 die WM am Radio verfolgen.

 

 

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