Jaja, wenn Sie mich so fragen, da kommt mir ein Erlebnis in den Sinn:

 

Ich stand am Loebegge, wartete auf meinen Freund. Wie so viele Einwohner unserer so schönen Stadt hatte ich mit ihm am LOEBegge abgemacht. Nichts Besonderes. Sondern aus alter Gewohnheit. Wir wollten ins nahe Kino gehen. Ein spannender Film war angesagt. 

 

Da sprach mich ein Mann an. In breitem Züridialekt. Also ich habe je keine Vorurteile. Aber Bärndütsch ist mir doch lieber. Wohl, da mein Schnabel so gewachsen ist. Ich schätze solche Anmache von einem männlichen Wesen keineswegs, dachte aber, dass der, ich gestehe es, nicht schlecht aussehende Mann mit seinem Chruselkopf, nach dem Weg oder sonst etwas typisch Bernisches fragen wollte und so wies ich ihn nicht zum Vornherein ab. Darin bin ich nämlich sonst Weltmeister: Arme verschränken. Blick in die Ferne. Schnute machen. Also, ich sah dem Kärli und nicht dem Chärli in die Augen und entdeckte nichts Böses in ihnen. Und er begann zu reden. Zu Chuderwältschen wie meine Grosi es genannt hätte.

 

„Ein Berner Freund sagte mir ich solle unbedingt bei LOEB  kitschen gehen. Können Sie mir verraten in welchem Stockwerk  ich den Kitsch finden kann? Bin bereits seit anderthalb Stunden durch das Haus gestreift und habe keinen Kitsch gefunden!“ 

 

Ja, da musste ich mächtig lachen. Wie kann ein Zürcher auch wissen, dass kitschen Bärndütsch kaufen bedeutet?

 

 

Anmerkung BÄRN!BLOG – à propos "Kitsch": Haben Sie füürigen aber noch intakten Weihnachtsschmuck? Bitte bringen Sie ihn bis spätestens 29. November zu Nelly Steiner's Brocante, Postgasse 44 (Öffnungszeiten unter www.modisches-von-gestern.ch). Am 1. Advent wird dieser an einem Flohmistand bei der Berufsschule Postgasse zu Gunsten der Gassenarbeit Bern verkauft.

 

 

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