Igel gesucht!

 

Im Rahmen des Forschungsprojekts «Igel gesucht» hat die Stadt Bern im Frühling dazu aufgerufen, Beobachtungen von Igeln auf der Plattform StadtWildTiere zu melden. In verschiedenen Gärten haben Freiwillige mittels Spurentunneln bereits erste Stadtigel nachgewiesen. Weitere Meldungen sind jedoch nötig, um eine gute Datengrundlage zum Igelvorkommen zu erhalten. Diese ist eine wichtige Voraussetzung für eine gezielte Förderung. 

 

Igel schlafen im dichten Gebüsch oder unter Asthaufen und suchen nachts auf Wiesen Insekten und Würmer. Naturnahe Innenhöfe und Gärten sind bei Igeln beispielsweise sehr beliebt. Leider gibt es Hinweise, dass heute weit weniger Igel in den Schweizer Städten leben als noch vor zwanzig Jahren. Deshalb hat die Stadt Bern im Frühling im Rahmen eines Forschungsprojektes dazu aufgerufen, jede Beobachtung auf der Meldeplattform http://bern.stadtwildtiere.ch zu registrieren. 

 

Bisher helfen rund 30 Freiwillige dabei, mit der Methode der Spurentunnel in ausgewählten Gebieten der Stadt Bern Igel nachzuweisen. Die Spurentunnel sind mit Farbstreifen und Papier ausgerüstet und werden in Privatgärten und auf Grünflächen aufgestellt. Geht ein Igel durch den Spurentunnel, hinterlässt er auf dem Papier seine Fussabdrücke. Seit Anfang Mai wurden in den untersuchten Gebieten bei rund 65% der Spurentunnel Igel-Fussabdrücke gefunden. Gemäss den Resultaten sind die Igel in Bern zwar noch weit verbreitet. Ihr Vorkommen weist jedoch Lücken auf, die weiter untersucht werden sollten. 

 

Aus diesem Grund ist jede einzelne Meldung auf der StadtWildTiere-Webseite wertvoll. Dort kann man auch erfahren, wo bereits Beobachtungen von Igeln gemacht wurden und wie Gärten und die Umgebung igelfreundlich gestalten wer-den können. Beobachtungen können für den gesamten deutschsprachigen Raum auf der Meldeplattform eingetragen werden. 

 

 

 

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