Heute Freitag erscheint das Buch "Mein Bern – 77 Erlebnistipps des Stadtpräsidenten". Alec von Graffenried zeigt in diesem Buch sein ganz persönliches Bern. BÄRN!BLOG befragte den Stapi dazu.

 

Alec von Graffenried wie fühlte sich die Mitarbeit an einem so persönlichen Buch für Dich an?

Am Anfang war es leicht, unbeschwert von Ort zu Ort zu flanieren, wir liessen uns auch etwas treiben, das machte Spass. Dann wurde es zunehmend anforderungsreicher, es ging an die Feinarbeit, und mir wurde bewusst, wie viele Orte fehlen. Und natürlich begleiteten mich deswegen auch immer wieder Zweifel.

 

Soll das Buch TouristInnen oder BernerInnen ansprechen?

Das Buch ist sicher kein Reiseführer für Leute, die zum ersten Mal nach Bern kommen, davon gibt es bereits viele gute. Es richtet sich eher an Bernerinnen und Berner und auswärtige Bernfans, die das eine oder andere neu entdecken, und sich vielleicht von einigen Gedanken inspirieren lassen.

 

Welches sind Ihre 3 ultimativen Bern-Tipps für Bernerinnen und Berner?

1. Die verborgenen Seiten von Bern entdecken, zum Beispiel zum Stettbrunen oder zum Lenbrunnen hinabsteigen, Orte mitten in der Stadt, und trotzdem entrückt. 2. Orte besuchen, an denen man lange nicht war, zum Beispiel habe ich zum ersten Mal seit etwa 20 Jahren wieder im Restaurant Sous-le-Pont gegessen, der Stil hat sich enorm verändert in all den Jahren, es war richtig gepflegt! 3. Neue Orte entdecken, die man noch nicht kennt, wie das Haus der Religionen am Europaplatz oder den Werkhof 102 an der Schwarztorstrasse, Bern bleibt sich treu, indem es sich dauernd weiterentwickelt.

 

Hast Du während den Arbeiten an diesem Buch auch bislang Unbekanntes entdeckt und wenn ja was?

Das eigentlich weniger, ich zeige ja «mein Bern», also das Bern, das ich kenne. Aber es freut mich, dass wir zum Beispiel den Brunnadereladen aufgenommen haben, da sind wir dran vorbeigefahren und ich habe Hans gesagt: komm, den nehmen wir auch noch! Als Stadtpräsident entdecke ich hingegen tagtäglich neue Aspekte Berns, wie die Aussicht aus dem (ehemaligen) Swisscom-Hochhaus an der Ostermundigenstrasse (das noch auf Stadtbernerboden steht) oder den Neubau der Jugi im Marzili. 

 

Du empfiehlst auch Restaurants und Bars – haben diese sich finanziell beteiligt?

Nein, ich machte mit dem Autor Hans Amrein einen Pintenchehr nach dem Lustprinzip. Wir waren nur in Restaurants, zu denen ich eine engere Beziehung habe. Die Auswahl ist aber sehr zufällig und wäre fast beliebig erweiterbar. 

 

Werden sich die Unerwähnten nicht benachteiligt fühlen?

Sicher! Das wird Aerger geben. Daher werden wir bestimmt bald einen zweiten Band mit weiteren Erlebnissen nachschieben müssen!

 

Welches ist Deine Lieblingsanekdote aus dem Buch?

Es gibt keine einzelne Anekdote, das Buch lebt von der Vielfalt. Eindrücklich ist einfach immer wieder die Erlebnisdichte in der Altstadt, sie ist wirklich das Herz von Bern.

 

Böse Zungen meinen zum Buch, es sei der Grund, weshalb Du «im ersten Amtsjahr wenig in Erscheinung getreten» seist. Was sagst Du dazu?

Ach… die Gedanken sind frei! Ich setze mich Tag und Nacht für Bern ein, die meisten meinen eher, ich mute mir zuviel zu. Das Buch entstand ausschliesslich in der Freizeit, an Samstagen und abends. Mein Beitrag war bescheiden, selber war ich ja nur auf den Stadtrundgängen dabei, die ganze Arbeit leistete anschliessend der Verlag und der Autor Hans Amrein, eigentlich ist es ja sein Buch.

 

Alec von Graffenried – Mein Bern – 77 Erlebnistipps des Stadtpräsidenten 

Stadtpräsident Alec von Graffenried zeigt in diesem Buch sein persönliches Bern. Auf einem Rundgang durch die Bundesstadt besucht der Stadtpräsident Orte, die ihm besonders wichtig sind: u.a. historische Gebäude und Denkmäler, Bars und Restaurants, Museen, Parks, Plätze, Märkte und architektonische Highlights. Dabei blickt Alec von Graffenried hinter Mauern und Fassaden und erzählt Geschichten, Anekdoten und persönliche Erlebnisse. Das Buch ist mehr als ein touristischer Stadtführer, denn Bern bietet mehr als Zytglogge, Bärenpark und Bundeshaus. Alec von Graffenried repräsentiert eine moderne, fortschrittliche Stadt, die als Unesco-Weltkulturerbe zu den schönsten Hauptstädten der Welt gehört.

 

Autor: Hans R. Amrein

Alec von Graffenried

Erschienen im Werd Weber Verlag,1. Auflage 2018, ca. 320 Seiten, 23 x 28 cm, gebunden, Softcover. Mit 200 farbigen Abbildungen ISBN 978-3-03818-151-4, CHF 49.–

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