„Von 800 000 Swisscom-Kunden sind Kontaktdaten entwendet worden“, titelte die NZZ am 7. Februar 2018, aktuell ist der Facebook-Skandal in aller Munde. Wir sind an solche Schlagzeilen gewöhnt; Datendiebstähle werden in regelmässig publik. Das Magazin BÄRN! brachte in der Ausgabe vom 6. März ein Interview mit dem Berner Nicolas Mayencourt, einem der weltweit führenden Spezialisten für IT- Sicherheit und Datenschutz (nachzulesen hier). In einem ersten Teaserbeitrag erklärt er hier, welche Gefahren dadurch drohen und welche Chancen wir haben, uns gegen Verlust oder Diebstahl unserer Daten besser zu schützen.

 

Personen online identifizieren
Um Transaktionen über das Internet abzuwickeln, benötigen wir Benutzernamen, Passwörter, Privatadressen, E-Mail-Adressen, Geburtsdatum, Mobiltelefon-,  Kreditkarten- und Vertragsnummern. Diese Daten dienen dazu, uns eindeutig zu identifizieren. Bei unterschiedlichen Transaktionen über das Internet übermitteln wir deshalb täglich schützenswerte Informationen. Wenn uns diese entwendet werden, riskieren wir, Opfer einer Straftat zu werden.


Bei Datenverlust droht Identitätsdiebstahl
Es handelt sich bei diesen Buchstaben- und Zahlenkombinationen um Möglichkeiten, einen Benutzer oder eine Benutzerin eindeutig zu identifizieren. Je mehr dieser Details jemand anderes über mich weiss, desto mehr ist meine digitale Identität gefährdet. Längst haben
kriminelle Organisationen und digitale Betrüger den Wert von Identifikationsdaten erkannt. Sie sammeln sie systematisch, fügen aus unterschiedlichen Quellen Profile zusammen, die es letztlich erlauben, die digitale Identität eines Opfers zu stehlen und damit beispielsweise in dessen Namen Transaktionen vorzunehmen oder direkt dessen Bankkonten zu plündern.


Der Schaden geht tiefer
Für die Betroffenen ist meist nur die Oberfläche des Schadens sichtbar. Neben den wahrnehmbaren Verlusten, können die Daten weiter und zielgerichteter verwendet werden. Oft nutzen wir ähnliche Passwörter. Ist dasjenige für eine Anwendung bekannt, kann es in anderen Zusammenhängen erprobt werden. Von privaten Accounts kann so auf geschäftliche geschlossen werden. Dadurch droht eine Erweiterung des Schadenpotentials bis hin zur Wirtschaftsspionage, zur Politikmanipulation oder gar zu globalen Sicherheitsrisiken.


Sind wir der Bedrohung hilflos ausgeliefert?
Durch einen disziplinierten Umgang mit Ihren Daten können Sie einen Identitätsdiebstahl erschweren. Im nächsten Beitrag wird das Bedrohungsszenario weiter vertieft, analysiert und es wird erklärt, welche Möglichkeiten Sie haben, um Ihre Daten besser zu schützen.

 

 

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