Zwei Berner Musiker mit Weltruhm. Zumindest ausserhalb von Bern.

Bei Bruno Mars stehen sechs, bei Ed Sheeran eines und auch in einem Berner Wohnzimmer könnte der beliebten goldenen Grammophone stehen. Die Rede ist von den Grammys. Denn nebst all den bekannten Pop-Grössen gewann auch die Berner Musikerin Patricia Kopatchinskaja einer der begehrten Preise. Doch bisher ist die Trophäe noch nicht in Bern eingetroffen, wie Patricia Kopatchinskaja am MäntigsApéro im Theater National erklärte. Und darüber sei sie eigentlich ganz froh, denn zum Abstauben hätte sie ohnehin keine Zeit. Doch wer ist eigentlich diese bescheidene Musikerin, fragt sich nun wohl der eine oder andere? Patricia Kopatchinskaja kam als Tochter eines Musiker-Ehepaares in Moldavien zur Welt. Ihre Kindheit verbrachte sie in Wien bevor sie mit 21 Jahren zum Violine-Studium ans Berner Konservatorium kam und fortan in Bern blieb. Seit fast 20 Jahren lebt sie nun mit ihrem Ehemann und einer Tochter in unserer Stadt. Und bis vor kurzem war sie ausserhalb der Klassik-Welt den wenigsten einen Begriff. Sie spielte als Solistin mit den grössten Orchestern der Welt und trat in allen grossen Konzerthäusern auf. Zukünftig wird Patricia Kopatchinskaja jedoch vermehrt in Bern auf der Bühne stehen, denn sie wird ab nächster Saison die künstlerische Leitung der Camerata Bern übernehmen.

 

Dass Bern immer wieder hervorragende Künstler hervorbringt ist eine Tatsache. Dass viele davon im Ausland weit mehr Aufmerksamkeit erhalten als hier bei uns ebenfalls. Zusammen mit Patricia Kopatchinskaja war auch Reverend Beat-Man zu Gast beim MäntigsApéro. Über 200 Konzerte spielte der Punk-Rocker und Trash-Blues-Musiker pro Jahr, die meisten davon im Ausland, wo er in der Szene längst weltberühmt ist. Hier die Klassikerin und dort der Punk-Rocker. Gegensätzlicher hätte die Ausgangslage nicht sein können. Doch am Ende des Gesprächs zeigten sich viel mehr Gemeinsamkeiten als Gegensätze. Beide machen Musik aus einer Überzeugung und nicht um dem Publikum zu gefallen. Beiden sind äusserst bescheiden und haben absolut keine Starallüren. Beide wollen mit ihrer Musik aufrütteln und neue Wege gehen. Und beiden lieben die Ruhe ihrer Heimatstadt Bern.

 

Übrigens: Das MäntigApéro der SRG Bern Freiburg Wallis bringt immer wieder spannende Persönlichkeiten aus Bern auf die Bühne des Theater National. Das ganze Gespräch zwischen Peter Brandenberger, Patricia Kopatchinskaja und Revernd Beat-Man gibt es hier zum Nachhören.

 

Reverend Beat-Man und Patricia Kopatchinskaja im Gespräch mit Peter Brandenberger (Bild: Nicole Imhof)

 

 

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