Neues aus dem Tierpark

Für das Tierpark-Team heisst es seit drei Tagen sägen, schleppen, wegräumen und anpacken. Oberste Priorität haben neben den Aufräumarbeiten die Reparatur der Zaunanlagen bei den Wölfen, Bären und Wisenten Die Bären befinden sich noch in der Winterruhe und lassen sich zum Glück weder vom Motorenlärm der Kettensägen noch vom Baggergeräusch stören. Unser Wildschwein-Keiler «Valentino» hatte Glück im Unglück und kam mit dem Schrecken davon. Ein umstürzender Baum durchbohrte seinen Stall. Die Wisente freuen sich über die gefallenen Bäume.

 

Insgesamt hat das Dählhölzli bis jetzt 50 Bäume verloren und die Gesamtschadenssumme beläuft sich auf ca. Fr. 250'000.-. Spenden für den Wiederaufbau nimmt der Tierpark gerne auf folgendem Konto entgegen: IBAN CH400 9000 0003 0039 1839, SWIFT/BIC POFICHBEXXX, Direktion für Finanzen Personal und Informatik der Stadt Bern, Finanzverwaltung, 3011 Bern, Zahlungszweck 2005.0615 GABUS-FONDS (z.G. Tierpark), Vermerk «Sturm».

 

 

Interview vom Donnerstagmorgen, 11.1. 2018

 

Die Informationen bezüglich Schäden im Tierpark fliessen eher spärlich. Hast du heute Donnerstagmorgen einen Überblick?

 

Ja, den hatte ich gestern schon.

  • Wildschweinanlage - Stall von Kiefer perforiert, neuer Trennzaun zerstört

  • Wisentanlage - mehrere Baumwürfe - Steg Brüstung teilweise zerstört, beide Aussenzäune und Tor an zwei Stellen zerschlagen

  • Aussenzaun Zooteil - an zwei Stellen Baumwurf mit Zerstörung des Zaunes und eines Elektroverteilers

  • Areal Reitbahn und Spielplatz 2 Baumwürfe

  • Bärenanlage unten - Baumwurf, auf ca 10m Zaun zerschlagen einschliesslich Höhlenmonitor und Bänken

  • Bärenanlage oben - Baumwurf, an zwei Stellen Aussenzaun, je ca. 5 m, zerschlagen

  • Wolfsanlage an zwei Stellen Zaun zerschlagen durch Baumwurf

  • Quarantäne - Aussenzaun teilweise zerstört

Du sagtest den Medien, es sei nicht ausgeschlossen, dass Tiere entwichen sind. Von welchen Tierarten sprechen wir?

  • Wisente sind im Vorgatter sicher aufgestallt

Wie geht Ihr diesbezüglich vor?

  1. Zaun sichern mit Provisorien

  2. Nachkontrolle aller Tiere

  3. Definitive Zäune neu erstellen

Wie habt Ihr verhindert, dass die Raubtiere nicht aus ihren beschädigten Gehegen entkommen konnten?

  1. Alle Schieber geschlossen (Bärenstall, Zwischenschieber zwischen Anlagen)

  2. Zaundefekte sofort von Bäumen befreit und durch die Anwesenheit von Tierpflegerinnen Aussbrüche verhindert

  3. Zaunprovisorien erstellt

Wo befinden sich jetzt Wolf und Bär genau?

  • Bären machen weiter Winterruhe im geschlossenen Stall

  • Wölfe sind in der Anlage fünf von sechs Tieren identifiziert und wir gehen davon aus, dass alle Tiere da sind, wir den sechsten nicht gesehen haben weil er sich gut versteckt hat oder, dass er im schlimmsten Fall von einem Baum erschlagen wurde. Wölfe sind Rudeltiere, wir gehen nicht davon aus, dass er aus dem Gehege ausgebrochen ist und jetzt in Bern herumspaziert.

Ich nehme an, die Wiederherstellung der Gehege hat jetzt erste Priorität – wie schnell kommt ihr voran?

  • Morgen sind alle Provisorien fertig

  • Definitive Zäune werden in einem 1 Monat fertig sein (Lieferung, Spezialanfertigungen etc.)

Ist der Wald weiterhin nicht passierbar?

  • Wege sind befreit von Bäumen

  • Vorsicht im Wald ist trotzdem weiterhin geboten

Nachtrag Freitag, 5.1., 07.50 Uhr:

  • Wolf Nr 6 ist wohlauf und mit den anderen 5 in der Bärenanlage

  • Sicherheitsfällungen da zahlreiche Bäume ihre Standfestigkeit verloren haben.

  • Schadenstumme steigt stündlich

 

 

 

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