Die Zeit ist reif für neue Schweizer Skihelden

An diesem Wochenende ist es wieder soweit. Die besten Skirennfahrer der Welt stürzen sich unter tosendem Applaus in den Zielhang am Chuenisbärgli. Zum 62. Mal werden in Adelboden Weltcuprennen ausgetragen und tausende Zuschauer feuern im Hexenkessel, der Zielarena, die Fahrer zu Bestzeiten an. Und in diesem Jahr hoffentlich wieder einmal einen Schweizer zuoberst auf das Treppchen.

 

Vor genau zehn Jahren war im Hexenkessel am Fusse des Chuenisbärgli die Hölle los. Im wohl anspruchsvollsten Riesenslalom des Weltcups gab es einen Schweizer Doppelsieg. Marc Berthod gewann vor Daniel Albrecht. Auf der Tribüne gab es kein Halten mehr, die ohnehin gute Stimmung wich kollektiver Ekstase und ein Meer von rotweissen Schweizer Fahnen wurde von den unzähligen Fernsehanstalten in die Welt hinausgetragen. Seit diesem unvergesslichen Triumph gab es aus Schweizer Sicht wenig zu bejubeln. Klar, das Publikum feiert artig mit, auch bei den ausländischen Fahrern. Man ist ja fair und zeigt Sportsgeist. Aber es ist doch einfach nicht das Gleiche. Beim Sport darf und soll ein gesunder Nationalstolz mitschwingen. Wir wollen Schweizer siegen sehen. Und wir wollen wieder Helden im Skirennsport. So wie damals Primin Zurbriggen oder Paul Accola. Nicht zu vergessen der Mike von Grünigen oder eben die beiden jungen Berthod und Albrecht. In diesem Jahr stehen die Vorzeichen so gut wie schon lange nicht mehr, dass wir endlich wieder einen Schweizer Podestplatz in Adelboden bejubeln können. Vielleicht nicht im Riesenslalom, aber beim sonntäglichen Slalom. Und erst noch von einem Berner Athleten. Luca Aerni aus Grosshöchstetten verpasste Ende Dezember in Italien nur Knapp den Sieg und musste sich mit dem zweiten Platz zufriedengeben. Mit Sicherheit ein heisser Kandidat für den Slalom in Adelboden. Doch nicht nur Aerni fährt eine starke Saison. Daniel Yule, Loic Meillard, Reto Schmidiger: sie sind alle in der Lage aufs Podest zu fahren. Auch im Riesenslalom zeigt die Schweizer Tendenz nach oben. Mit Justin Murisier haben wir einen veritablen Podestkandidaten am Start. Und Überraschungen gab es in Adelboden immer wieder. Es ist definitiv an der Zeit, dass wir in Adelboden einen neuen Schweizer Skihelden feiern! Doch Helden entstehen nicht von selbst, sie werden erschaffen. Also, nichts wie los nach Adebolden. Wir erschaffen einen neuen Schweizer Skihelden!

 

 

Please reload

Verwandte Beiträge

Please reload