Die Bären von Arosa

  

Ich war in Arosa. Zwischen den PWs zirkeln die Schlitten auf der schneebedeckten Hauptstrasse – toll! Die im Schnee versunkene Berglandschaft um dass Weisshorn – Grandios! Inmitten der Schneelandschaft, auf über 2.000m Höhe, an der Mittelstation, ein rotblaues, riesiges Zirkuszelt, in dem das Humorfestival stattfindet – einzigartig und international bekannt.

 

Und nun, was fällt den Arosern jetzt ein? Überall in der Stadt, am Wegesrand, auf dem Weg zum Zelt, im Zelt selbst und in den Hotels locken grosse Plakate. Grosse grüne Plakate mit Bären. „Wo nachhaltiger Tierschutz und innovativer Tourismus aufeinander treffen“ ist der Claim, mit dem Arosa Tourismus für das neue BÄRENLAND an der Mittelstation des Weisshorns wirbt. Wobei – Werbung ist irgendwie untertrieben. Das Bärenland ist zwar erst im Bau, aber vermutlich gegen 99,9% der Gäste in Arosa erhalten die Neuigkeit implantiert und werden darüber erzählen. Sorry – Multiplikatorenrollen aufoktruiert erhalten, wie der Fachterminus wohl heissen dürfte.

 

Ich muss gestehen, dass mich die Professionalität und Präsenz des Bärenlands trotz der oben beschriebenen anderen Attraktionen beeindruckt hat. Hier steht eine ganze Gemeinde hinter einem Projekt und ALLE helfen mit, dieses auch jedem noch so uninteressierten Gast schmackhaft zu machen. Eigentlich ist der Ausdruck beeindruckt untertrieben. Eigentlich wurde ich neidisch! Weshalb? Nun schauen Sie sich doch einmal um in Bern und auf seinen Werbeplattformen.

 

Und dann, die Rettung für mein angeschlagenes Selbstbewusstsein. Dank der Finanzierung durch die Bank Julius Bär konnten heute die tollsten hölzernen Bärenreproduktionen im kleinen Bärengraben präsentiert werden. Kombiniert mit den Schautafeln zur Geschichte der Bären von Bern, einer über 500 Jahre alten Geschichte, und einem Film über die Bärin „Berna“ die vom BärenPark nach Dobric in Bulgarien in eine tolle bärengerechte Anlage zügeln konnte, erhält der Gast ein Erlebnis Bär in Bern auch dann, wenn unsere Bären in der Winterruhe sind. Gleichzeitig erleben die Menschen wie es wohl gewesen sein muss, als die Bären noch im kleinen Graben leben mussten.

 


Und betrachten Sie bitte nun die Berner Werbung für den nachhaltig tiergerechten BärenPark in Bern, mitten in der Bundesstadt, mit 1,8 Mio. Besuchen im Jahr und weltweit einzigartig. Und beurteilen Sie den innovativen Tourismus in Bern. Vielleicht sollten wir alle mal nach Arosa fahren, um zu lernen!

 

 

 

 

Foto: Jean-Claude Mariethod (Bank Julius Bar), Paul Kohli (Barenkunstler), Beat Schneider (Donator Eiche) Foto RANDO

 

 

  

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