Adventssonntag in Bern

13/12/2017

Mit meinem 3-jährigen Sohn und der 6-jährigen Tochter stehe ich in der Küche. Dort wird gerührt, gewogen, gerechnet, gezählt, diskutiert und über die Reihenfolge der Güetzisorten verhandelt.

Was backen wir zuerst? Zimtsterne, Änischräbeli, Mailänderli, Brunsli oder Spitzbuben.

Mit einem Mal taucht bei mir die Frage nach der Herkunft oder Bedeutung der Güetzlinamen auf.

 

  • Zimtsterne: feiner Weihnachtsduft und ehrwürdige, weihevolle Form

  • Änischräbeli: Änis und chräbele sind Wohltaten für Nase und Körper

  • Mailänderli: haben etwas Völkerverbindendes

  • Brunsli: die kantonsübergreifenden Güetzi mit Ursprung in Basel

 

Alles vielsagende und aufschlussreiche Namen – hingegen: bei den Spitzbuben ist alles anders. Ich frage mich jedesmal, warum sie mit Kleinkriminellen ihren Namen teilen müssen.

 

Zuletzt käme da noch der Christstollen. Ich zucke stets zusammen, wenn ich mir vorstellen muss, mit welcher Platzangst das mit Puderzucker bedeckte Christkind im Stollen leiden muss.

 

Das erste Blech mit Gützi kommt eben aus dem Backofen und ich freue mich besonders auf die Zimtsterne. Und nun machen wir uns auf, Richtung Waisenhausplatz, zum Kerzenziehen in schöner vorweihnachtlicher Stimmung. 

 

Matthias Kuratli

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Spitzbubenrezept

https://www.swissmilk.ch/de/rezepte/RB_KAF2002_27/spitzbuben/

 

 

 

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