Neuer Lichterglanz für das Berner Münster

Zeitgleich mit dem ersten Schneefall und dem Start der Weihnachtsmärkte erstrahlt das Berner Münster wieder in vollem Lichterglanz – mit lediglich 10 Prozent des bisherigen Stromverbrauchs.

 

Die Fassadensanierung des Münsters startete 2010 mit ersten Konzeptarbeiten. Die lange Zeitdauer des Sanierungsprojekts gründet in dem teilweise unvorhersehbaren Aufwand der notwendigen Fassadenarbeiten sowie einer Erdbebensicherung mit individueller Metallkonstruktion im Spitz der Kirche. Um die fragile Sandsteinstruktur des historischen Bauwerks zu schonen, hat Energie Wasser Bern die insgesamt 96 Scheinwerfer nicht direkt an der Fassade angebracht, sondern mittels Klemmvorrichtungen an eigens angefertigten Metallkonstruktionen fixiert. Die Installation der neuen Leuchtmittel erfolgte in Etappen, weil das Baugerüst die Lichtabstrahlung verfälscht hätte. Entsprechend bleibt ein Teil der Südseite des Turms bis zur Demontage des Baulifts, dem Abschluss der Gesamtsanierung, noch im Dunkeln.

 

Vor der Sanierung wurde das Berner Wahrzeichen mit insgesamt 74 Halogen-Lampen beleuchtet. Dank dem Wechsel auf Metalldampf- und LED-Leuchten wird der Stromverbrauch für die jährliche Münsterbeleuchtung um rund 90 Prozent gesenkt. Bei 1‘750 Betriebsstunden pro Jahr entspricht dies einer Einsparung von 114’510 kWh oder dem durchschnittlichen Jahresverbrauch von rund 25 Vierpersonenhaushalten. Darüber hinaus überzeugen die modernen Leuchtmittel durch eine bedeutend längere Lebensdauer, sind wartungsärmer und entsprechend kostengünstiger im Unterhalt.

 

Cornelia Berger, Energie Wasser Bern

 

 

 

Please reload

Verwandte Beiträge

Please reload