Erstens kommt es anders...

29/11/2017

...und zweitens als man denkt! Wir haben alle Pläne, trotzdem muss man bis zu einem gewissen Grad flexibel bleiben und einen Plan B aus dem Hut zaubern können. Diese Woche war in meiner wunderbaren Agenda ein Eintrag notiert – nicht irgend ein Eintrag, nein, derjenige, der hier zu meinen ersten Bärn!Blog Artikel verarbeitet werden sollte. Eine Modenschau stand auf dem Programm. Ich freute mich, zusammen mit der Verlegerin vom BÄRN! Magazin, Michèle Freiburghaus und dem Fotografen Remo Eisner eingeladen zu sein und über den Event zu berichten. Also stand ich Punkt 19h vor dem fraglichen Geschäft. Komischerweise waren weder andere wartende Gäste zu sehen, noch liess der Eingang des Geschäftes darauf schliessen, dass hier bald ein Event stattfinden würde. Als dann die letzten Lichter gelöscht wurden und eine Verkäuferin den Laden zuschloss, war bald einmal klar, dass wir am falschen Tag am richtigen Ort stehen. Zu allem Überfluss stellte sich heraus, dass die Modenschau an einem Datum stattfinden würde, an dem ich bereits anderweitig gebucht bin. Nun war guter Rat teuer. Ich hatte all meine Schreib- und Kreativitätskraft schon auf diesen Artikel fokussiert. Na bravo, dachte ich mir, das fängt ja gut an. Doch clever ist derjenige, der aus der Not eine Tugend macht – warum also nicht genau dieses Erlebnis zu einer Kolumne verarbeiten?

Nun waren wir ja schon in der Stadt, da war es naheliegend noch „Eis ga ds zieh“. Ich wusste, dass in meinem Kühlschrank gähnende Leere herrschte (ich hatte mich ja auf Apérohäppli eingestellt), also äusserte ich meinen Wunsch, dass ich gerne Essen würde. An der Front wollten wir es uns in einem italienischen Restaurant gemütlich machen. Doch das entpuppte sich als gar nicht so einfach. Wenn von drei Personen nur zwei essen – an einem 2er Tisch, wohl gemerkt – erhält man keinen Tisch. Kann man als Restaurantbetreiber ja so machen – muss man aber nicht.

Gott sei Dank gibt es an der Front auch „urchig-kurlige“ Restaurants – ein sicherer Wert. Was wäre die Front ohne Gfeller, mit seinen berühmten Kuchen? Was an einem Sonntagnachmittag für meine Familie lecker schmeckt, kann ja für 3 hungrige Menschen unter der Woche nicht verkehrt sein – oder? Als Sahnehäubchen (im wahrsten Sinne des Wortes, denn was ist schon ein Zwetschgenkuchen ohne eine Portion „Nidle“) war jemand von unserem Trio doch tatsächlich noch nie im Gfeller gewesen und konnte unseren Besuch als Premiere verbuchen. Wie sagt man so schön? – Ende gut, alles gut!

 

Slavia Karlen isch Bloggerin, Influencerin und Eventmanagerin (siehe Party "Stadtgeflüster")

 

Bild von links: Remo Eisner, Michèle Freiburghaus, Slavia Karlen,

Mitte Käsekuchen, Zwetschenkuchen mit und ohne Rahm

 

 

 

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